Der Mensch ist an einem Stadium der Entwicklung angelangt, in dem er fähig wäre, die Hindernisse am Weg zu seiner Vielfaltskompetenz in allen Bereichen des Lebens, zu erkennen. Im Blick nach innen könnten wir erkennen, was uns hemmt. Es mögen kleine und größere Hemmnisse sein. Und das größte Hindernis ist… raten Sie mal… genau! 

Es ist die Angst.

Angst vor allem Möglichen.
Imageverlust bis Existenzangst – hier ist alles gut vertreten. 

Und was tut der Mensch dann? 

Er legt sich die bekannten Scheuklappen an. 

Wie ein Fiakerpferd vor dem Kutschbock gespannt, schaut er nur noch in diese eine Richtung, die ihm die Angst per Zügel angelegt hat. Nur nicht nach links oder rechts blicken, denn da droht ein Peitschenhieb… und das ist ja nun mal nicht so angenehm. 

Viele kennen solche Situationen aus ihrem Familien- und Berufsleben. Aber 2020 hat uns hier eine neue Dimension im Gesellschaftsleben zur Aufgabe gestellt. 

Ob wir sie meistern? 

Manche ja, manche nein – wie immer auf dieser Welt. 

Was es dazu braucht?

Eine Eigenschaft, die ver-mut-lich so alt ist, wie der Mensch selbst: Mut. 

Wenn uns eine Zu-mut-ung zu viel wird, werden wir mut-ig und tun alles, um aus dieser Unzu-mut-barkeit zu entkommen. Dann braucht es wieder neue, kreative Wege, die einen Ausweg möglich machen. Und die – das wusste schon Einstein – können niemals alte Lösungen sein. 

Das macht es dann auch so schwierig. Denn der Mensch will Sicherheit. Das gibt es aber in neuen Krisen nicht… außer in uns selbst.

Mut ist individuell und persönlich. Im Kern bedeutet Mut die Überwindung einer bislang für sich selbst gesetzten Grenze, und sei sie noch so klein.
(zukunftsInstitut/Gatterer)

Stehen wir also auf dem im vorherigen Artikel genannten Berggipfel und blicken ins Tal, dann können wir erleben, welcher Ausblick uns am besten gefällt und wohin wir gar nicht schauen wollen.

Was macht uns Hoffnung, und was Angst?

Was bringt uns Freude, und was Leid?

Was gibt uns Freiheit, und was schränkt uns ein?

Die Keime unsere Zukunft liegen im jeweiligen Pol. Unsere Emotionen verstärken und verinnerlichen sie. Sie werden real.

Unser Denken erschafft in jeder Sekunde unsere Wirklichkeit. Die Art, WIE wir denken, ist unsere Eigenmacht. Schon ab dem Zeitpunkt einer Erkenntnis, gestalten wir Realität. Und nicht nur unsere eigene! Nein, wir wirken auf alles andere ein. 

In Zukunft bekommt Armut eine neue Wertung. Jene, die arm in ihrer vielfältigen Vorstellungskraft und damit in ihrem kreativen Umgang mit Problemen sind, müssen sich an Andere orientieren, weil sie selbst keine anderen Möglichkeiten sehen können.

Vielfaltskompetenz wird mit jedem Tag wichtiger, an dem wir uns auf eine einzige Sichtweise beschränken. Denn erst, wenn es absolut keinen Spielraum mehr geben wird, werden wir danach rufen.

Ein Mensch Vergangenheit bewältigt –
Die Zukunft sich verhundertfältigt!
(Eugen Roth)

Vielfalt ist der natürliche Zustand unserer Welt. Durch sie erweitern wir unseren Erfahrungsschatz. Und man kann sie auf verschiedene Art und Weise wahrnehmen: als distanzierter Beobachter oder als jemand, der sich direkt ins Geschehen wirft. Beides hat etwas für sich. Auch der Beobachter wird etwas lernen, wenn er wertfrei und ohne Scheuklappen beobachtet. Er hat den Überblick und lernt, indem er das Beobachtete analysiert. Der andere lernt am eigenen Leib und durch direkten Kontakt. Im Idealfall sollten sich beide miteinander austauschen oder von Zeit zu Zeit die Rollen tauschen. Denn jedem von ihnen wird einiges verborgen bleiben.
Keiner der beiden hat das ganze Bild.

Angewandte Vielfaltskompetenz –
(Auszug aus dem Buch Der Zukunftskompass®)

Körper (Soma)

Unser Körper ist das beste Beispiel für die Vielfalt der Natur. Jeder Mensch ist anders und einzigartig. Es gibt keine „Norm“. Und so vielfältig, wie ein Mensch aussehen kann, so vielfältig sind auch Krankheitsbilder und deren Heilung. Daher suche ich immer meinen persönlichen Weg.

Seele (Psyche)

Emotionale Reaktionen sind ebenso unterschiedlich wie unser Erscheinungsbild. Dieselbe Sache kann beim einen Freude und beim anderen Leid auslösen. Es geht um einen achtsamen Umgang mit Andersartigkeit. Sei es in Partnerschaft, in Elternschaft wie auch in Wirtschaft und Gesellschaft.

Geist (Nous)

Wir können Vielfalt denken. Wir sollten es jedoch auf positive Weise tun und dabei andere Impulse zulassen und gegen die eigenen abwägen. Weder die Verherrlichung noch die Ablehnung des Andersartigen ist richtig. Wir müssen unseren eigenen Weg in der Vielfalt finden und dennoch tolerant bleiben.

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(Mehr dazu im Buch „Der Zukunftskompass®)

Über den Autor: la scala

Jg. 1965, 1 Sohn, 1 Tochter, Liebenfels / Kärnten und Wien. Synergiensuche von Selbst & Markt, Führung & Kunst, Philosophie & Trendforschung, Spiritualität & Wirtschaft. Berufsmosaik: Studium Grafik-Design & Werbewissenschaften; bis 2000 geschäftsführende Gesellschafterin einer Werbeagentur in Wien 19 mit 16 Mio. Umsatz und 12 Mitarbeitern. Kunden: CA-BA, Procter & Gamble, SCA, Rosenthal, Cincinnati Extrusion, Peithner KG etc. Ab 2000 vielfältige Ausbildungen in Coaching, Therapie und Gesundheit (4-jähriges Diplomstudium der Kunsttherapie; Stressmanagement, TCM-Diätetik, Systemisches Coaching, Mentaltrainings, Psychosomatik, Lebens- und Sozialberatung, Unternehmensberatung u.a.). Seit 7 Jahren als „Selfness & Business Coach“ tätig. Buchveröffentlichung "Die einfachen Wunder der Gesundheit - ein Selfness-Coaching". EU-Zertifizierung als Erwachsenenbildnerin (Andragogin). Gründung des Instituts für Zukunftskompetenzen. Derzeitiger Schwerpunkt in der Lehrkonzeption für aktuelle Themen und Ableitung von vermittelbaren Zukunftskompetenzen. Mehrere Publikationen, darunter Der Zukunftskompass®. 2015 bis 2019 auf Segelweltreise. 2020 Engagement in Gesellschafts- und Krisenthemen.

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