Seneca nannte die Arbeit eine „Nichtmuße“…. doch für mich und viele andere gibt es einen Teil „Arbeit“, der sich wie Muße anfühlt. Es ist der Teil, in dem wir Neues erschaffen können, kreativ sind und keinen Druck haben.

Das gibt es?

Ja, das gibt es. Und es wird immer wichtiger, dass es das gibt. Im letzten Zukunftsdialog mit Prof. Paul Kellermann und beim letzten Open Dialog mit Frithjof Bergmann kam das Thema sehr stark zur Sprache. Laut Kellermann wird in Bildung, Wirtschaft und Arbeit falsch gedacht – und es beginnt eigentlich schon ganz am Beginn eines jeden Menschenlebens, bei der Erziehung. Die Erziehung ist die Zukunft des Staates – wusste schon Platon und Kellermann, wie auch Bergmann sehen die Zukunft unserer Arbeit ist den immer steigenden, jedoch tatsächlichen, nicht künstlich erzeugten Bedürfnissen des Menschen. (Hier geht auch Nefiodow konform).

Jetzt frage ich Sie:
Wo liegen Ihre ureigensten Bedürfnisse?
Gäbe es hier generell einen Bedarf?
Gäbe es hier Möglichkeiten, eine „Arbeit“ zu erschaffen, die diesen Bedarf deckt – auch für andere?

Bergmann geht davon aus, dass die neuen Bedürfnisse eine Neue Wirtschaft und damit eine Neue Arbeit hervorbringt, die zu einem Drittel der eigenen Autonomie – zu einem Drittel dem Gemeinwohl dient – und zu einem Drittel genau das ist, was der/diejenige wirklich, wirklich will.

Wir erschaffen unsere Berufe mehr und mehr neu – und wenn es uns gelingt, alte, industrielle Muster zu verlassen – auch zu unserem eigenen Besten. Manche Unternehmen haben hier schon reagiert und auf der ganzen Welt Zentren für Neue Arbeit geschaffen.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine schaffungsreiche Zeit, die Ihre eigenen Bedürfnisse in allen Bereichen des Lebens stillen möge!

Ihre
Cornelia Scala-Hausmann

Über den Autor: la scala

Jg. 1965, 1 Sohn, 1 Tochter, Liebenfels / Kärnten und Wien. Synergiensuche von Selbst & Markt, Führung & Kunst, Philosophie & Trendforschung, Spiritualität & Wirtschaft. Berufsmosaik: Studium Grafik-Design & Werbewissenschaften; bis 2000 geschäftsführende Gesellschafterin einer Werbeagentur in Wien 19 mit 16 Mio. Umsatz und 12 Mitarbeitern. Kunden: CA-BA, Procter & Gamble, SCA, Rosenthal, Cincinnati Extrusion, Peithner KG etc. Ab 2000 vielfältige Ausbildungen in Coaching, Therapie und Gesundheit (4-jähriges Diplomstudium der Kunsttherapie; Stressmanagement, TCM-Diätetik, Systemisches Coaching, Mentaltrainings, Psychosomatik, Lebens- und Sozialberatung, Unternehmensberatung u.a.). Seit 7 Jahren als „Selfness & Business Coach“ tätig. Buchveröffentlichung "Die einfachen Wunder der Gesundheit - ein Selfness-Coaching". EU-Zertifizierung als Erwachsenenbildnerin (Andragogin). Gründung des Instituts für Zukunftskompetenzen. Derzeitiger Schwerpunkt in der Lehrkonzeption für aktuelle Themen und Ableitung von vermittelbaren Zukunftskompetenzen. Mehrere Publikationen, darunter Der Zukunftskompass®. 2015 bis 2019 auf Segelweltreise. 2020 Engagement in Gesellschafts- und Krisenthemen.

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