Wenn wir auf Berge gehen, ist es unser Ziel, möglichst hoch hinauf zu kommen um einen grandiosen Ausblick zu genießen. Dabei ist es immer wieder ein unglaublich schönes Erlebnis. Sie kennen das Gefühl, wenn man nach Strapazen endlich oben angekommen ist – unweigerlich entlockt es uns das typische Geräusch der Bewunderung, wenn wir weit über einem Tal stehen. Nur wer es selbst erlebt, kann es nachempfinden. 
 
Als ich noch meine Werbeagentur in Wien hatte und Stress ein Dauerzustand war, fuhr ich oft auf den nahen Leopoldsberg hinauf und blickte auf Wien herab… hörte das Geräusch der Großstadt und fand in diesem Ausblick häufig die Lösung eines scheinbar unlösbaren Problems.
 
… wir sind zumeist in einem Korridor irrelevanter Information gefangen. Wir werden aus jeglicher aktiver Wahrnehmung der Welt (und der Zukunft) gedrängt, unsere inneren Bilder werden zunehmend zu Abbildern von Screens – der Blick auf die bekannte Zukunft (anwesend wie auch abwesend) wird verstellt. Das Unbehagen steigt, und die ureigene Fähigkeit des Menschen, sich die Zukunft vorstellen zu können, gerät ins Wanken. Dann kommen wir so weit, dass wir die Zukunft als programmiert und gegeben annehmen. Die irrelevanten Bilder der Screens werden schrittweise und unbewusst zu unserer Repräsentanz der Zukunft. Dann ist die Zukunft schon gemacht. (zukunftsInstitut, Harry Gatterer)
 
Distanz gibt Relation. In der Reflexionskompetenz im März haben wir das bereits feststellen dürfen. Auf der Suche nach Entscheidungen hilft sie uns, Fremdeinflüsse kurzfristig abzustellen. Und bei der Schau in die Vergangenheit eines Problems – blicken wir immer auch in die Zukunft einer Lösung. Häufig hat sich in unserer Problemsituation der Horizont auf Scheuklappengröße verengt. Ein Weitblick hilft uns, die Scheuklappen abzulegen und das Leben wieder willkommen heißen zu können. 
 
 
Und? – Wie sieht Ihr Ausblick aus?
 
Wie sieht Ihre Zukunft aus?
 
Und bei dieser Frage kommen oft: „Wenn… dann…“
Dieses „Wenn-dann“ ist genau das, was uns eines ganz genau zeigt: 
Zukunft ist nicht vorgegeben!
 
„Klar!“, werden Sie sagen. „Aber sie liegt ja nicht an mir allein!“ 
Nun – wenn ich Ihnen von einem unbeschreiblich schönen Ausblick erzähle – ist es etwas ganz anderes, als wenn Sie diesen Ausblick selbst mit eigenen Augen sehen können! Erleben ist nunmal aktiv und hat nicht umsonst das Wort „Leben“ in sich. 
 
Und wenn wir gemeinsam in dasselbe Tal blicken, so wird doch jeder etwas Anderes darin sehen. 
 
Wenn ich Sie nun frage: „Wieviele Zukünfte gibt es?“
Was würden Sie antworten?
 


Ich würde sagen:
Soviele, wie es Ausblicke gibt! 
 
Je mehr wir die anwesenden Dimensionen der Zukunft für uns selbst erkunden, desto differenzierter und klüger können wir mit der abwesenden Zukunft agieren. (Harry Gatterer)
 
Ich kann Ihnen also einen Tipp geben:
Gehen oder fahren Sie allein auf einen Berg mit möglichst weiter Aussicht, blicken Sie ins Tal und in die Weite. Stellen Sie sich Ihre Zukunft vor, wie Sie sie möchten. Fällen Sie Ihre Entscheidung für den nächsten Schritt dorthin und nehmen Sie das mit ins Tal.
 
 
Ich winke Ihnen vom nächsten Berggipfel zu,

Ihre
Cornelia Scala-Hausmann
 
 
PS: Sollten Sie einen Rundumblick haben oder noch immer zögern, dann lesen Sie bei der Vielfaltskompetenz weiter!

Über den Autor: la scala

Jg. 1965, 1 Sohn, 1 Tochter, Liebenfels / Kärnten und Wien. Synergiensuche von Selbst & Markt, Führung & Kunst, Philosophie & Trendforschung, Spiritualität & Wirtschaft. Berufsmosaik: Studium Grafik-Design & Werbewissenschaften; bis 2000 geschäftsführende Gesellschafterin einer Werbeagentur in Wien 19 mit 16 Mio. Umsatz und 12 Mitarbeitern. Kunden: CA-BA, Procter & Gamble, SCA, Rosenthal, Cincinnati Extrusion, Peithner KG etc. Ab 2000 vielfältige Ausbildungen in Coaching, Therapie und Gesundheit (4-jähriges Diplomstudium der Kunsttherapie; Stressmanagement, TCM-Diätetik, Systemisches Coaching, Mentaltrainings, Psychosomatik, Lebens- und Sozialberatung, Unternehmensberatung u.a.). Seit 7 Jahren als „Selfness & Business Coach“ tätig. Buchveröffentlichung "Die einfachen Wunder der Gesundheit - ein Selfness-Coaching". EU-Zertifizierung als Erwachsenenbildnerin (Andragogin). Gründung des Instituts für Zukunftskompetenzen. Derzeitiger Schwerpunkt in der Lehrkonzeption für aktuelle Themen und Ableitung von vermittelbaren Zukunftskompetenzen. Mehrere Publikationen, darunter Der Zukunftskompass®. 2015 bis 2019 auf Segelweltreise. 2020 Engagement in Gesellschafts- und Krisenthemen.

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