Verantwortung und Lebendigkeit

Wir alle träumen davon, sehnen uns danach: Freiheit! Allein das Wort löst schon ein wunderbares Gefühl in uns aus. Wir sind heute so frei wie nie – heißt es. Doch genau das bereitet uns auch Probleme. Kaum haben wir uns von einer Abhängigkeit befreit, schlittern wir schon in die nächste. Derzeit bestimmt genau das unser Leben in allen Bereichen.

Sind Sie so frei?


Wir alle streben danach, doch die wenigsten wagen sich in diesen Bereich des Lebens vor. Denn das hat einige Konsequenzen. Ich spreche von einem Leben in größtmöglicher Freiheit. Und frage Sie: Möchten Sie vollkommen frei sein? Oder andersrum gefragt: Wo sind Sie nicht frei?

Vor einem Jahr hätte ich sicherlich andere Antworten erhalten als heute. Mehr und mehr beschäftigen wir uns mit der Frage, welchen Preis wir für unsere Freiheit zahlen wollen. Und damit sind wir am Punkt – Freiheit ist ein hohes Gut. Man bekommt es nicht geschenkt. Man muss darum kämpfen. Und meistens zunächst einmal mit sich selbst…

Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren. (Benjamin Franklin)

Die eigene Freiheit finden. Keine leichte Aufgabe! Denn bei genauerer Betrachtung wird innere Freiheit auch unbequem werden – denken Sie nur an all die Abhängigkeiten, die wir liebgewonnen haben. Freiheit – die echte Freiheit – finden wir leider nur in uns selbst.

„Wenn man etwas unbedingt will, ist man nicht frei“, lautet eine buddhistische Weisheit. Das bedeutet: Frei ist, wer keine Wünsche mehr hat. Ist der Wunsch nach Freiheit nun per se ein Wunsch, der uns unfrei macht?

Was wäre, wenn ich Ihnen sagen würde, dass Sie bereits das Leben leben, das Ihnen entspricht? Dass Sie bereits alles haben, was Sie brauchen, um Ihr Leben frei leben zu können? Dass Sie nur glauben, dies oder jenes noch sein oder haben zu müssen? Dass Sie bereits jetzt frei sind, tun und lassen zu können, was Sie möchten? Und dass nur Sie selbst entscheiden können, ob Sie das auch tun?

Könnten Sie damit umgehen?

>> weiterlesen

(eine filmische Betrachtung) 

Mittlerweile beschleicht mich eine seltsame Sehnsucht, wenn ich Filme ansehe, wo sich Menschen in Pubs treffen und ihre Probleme auf menschliche Art und Weise austauschen.

Als Gegenpol schaue ich auch in Serien rein, wie „Upload“ oder „Altered Carbon“… satirische wie dystopische Perspektiven einer transhumanen Zukunft.
Profunde Bücher noch freier Autoren gaben mir Einblicke in die Politik der letzten 100 Jahre, die mich einiges klarer sehen lassen.
(Empfehlungen siehe unten)

„Erst gestalten wir unsere Werkzeuge, dann gestalten sie uns“ (John Culkin)

Und letztendlich frage ich mich bei all den nicht gerade neuen Versuchen, eine „neue Wirtschaft“ zu kreieren, ob hier einfach blind nach vorne innoviert wird oder ob man die Ursache des Symptoms „Corona“ analysiert. Diese Frage bringt uns zu anderen Recherchen und Sichtweisen als es uns ein Mainstream vorgibt. Und wie bei einer Krankheit ist es unsere Wahl, die Ursache oder nur das Symptom zu beseitigen. Oder vielleicht sogar das Symptom für fragliche Zwecke zu nützen.

„Wir leben in einer Zeit, wo Ehrlichkeit als Schwäche zählt und die Lügner auf Händen getragen werden…“ (Albert Einstein)

Historisch wird eine Abfolge sichtbar, die wir mehrere Male verabsäumt haben, zu korrigieren und die daher immer akuter wurde, bis wir schließlich in der Eskalation standen. Jetzt gibt es 2 Wege in unsere Zukunft. Und hier werden wir nun tatsächlich alle zu Neos im Film Matrix in der Wahl der roten oder blauen Pille. 

Die blaue ermöglicht uns ein Leben ohne Entscheidungen, für alles wird gesorgt. Wir brauchen uns um nichts kümmern, nur den Anweisungen Folge leisten. Unsere Daten werden kontrolliert und unser Leben damit gesteuert. Wir brauchen nichts mehr entscheiden und leben in einer virtuellen Welt, die sicher scheint… jedoch keinerlei Entscheidungsfreiheit zulässt. Eine technologische Intelligenz nimmt uns alle Sorgen ab und somit ist der Mensch nur noch mit ihr gemeinsam lebensfähig.

„Ich fürchte mich vor dem Tag, an dem die Technologie unsere Menschlichkeit übertrifft. Auf der Welt wird es nur noch eine Generation aus Idioten geben.“ (Albert Einstein)

Und die rote? Sie weist uns den Weg in eine eigene Freiheit mit allen Risiken, aber auch allen Möglichkeiten. Wir dürfen lernen, uns entwickeln und experimentieren. Wir können als Menschen das Leben feiern und individuelle Lösungen kreieren. Wir entwickeln hohe Resilienz und verlieren so unsere Angst vor Ungewissem. Wir erklimmen die nächste Stufe der Evolution und kontrollieren die Technologie als Ergänzung zu unseren Entscheidungen, das Lebendige jedoch ständig im Fokus.

„Jeder Fortschritt, der nicht menschlich ist, ist kein Fortschritt.“ 
(Antonio Gala)

Welche Welt lebenswert ist, mag im Weltbild des Betrachters liegen. Während der eine im Menschen eine mechanische Maschine sieht, die durch KI unsterblich werden kann, erlebt sich der andere als ein organisches, spirituelles Wesen, das seine eigene mentale Stärke entwickelt.  

Wer von beiden mehr Freiheit besitzt, beantwortet sich von selbst. Wer mächtiger ist, entscheidet sich auch mit den Fähigkeiten des Individuums. Eventuell würden wir unsere Gehirnkapazitäten nunendlich zu nutzen beginnen anstatt sie mit einer KI zu verbinden. Möglicherweise sitzt aber bei so manchen die Angst vor Freiheit so tief, dass er die Kontrolle und Abhängigkeit vorzieht.

„Die Fähigkeit zu beobachten ohne zu werten ist die höchste Form von Intelligenz.“ (Krishnamurti)

Wo ich gerne wäre?

Ich denke, wer meine Bücher kennt, weiß es. 

Daher geht es nachfolgend um die letzte der 12 Zukunftskompetenzen im Zukunftskompass®: Die Freiheitskompetenz

Und 2021 werde ich Ihnen neue Gesellschaftsimpulse vorstellen, die in eine gute Zukunft für Mensch, Wirtschaft und Politik führen könnten!

2012 war eines. 2021 stellt wohl so manches auf den Kopf!

Also wundern wir uns nicht, sondern verändern wir einfach unsere Perspektive.

„Man kann nicht jeden Tag Gutes tun, aber immer sein Bestes.“ 
(Karl-Heinz Karius)

Damit wünsche ich Ihnen besinnliche Feiertage mit Ihren liebsten Menschen und einen guten Rutsch ins Neue!

Ihre

Cornelia Scala-Hausmann


…also ich schon. Sogar mehrere.
 
Bevor Sie mich nun einer allzu liberalen Partnerschaftsauffassung verdächtigen, möchte ich einbringen, dass wir nicht nur in einer Zweierbeziehung Verhältnisse leben. 
Eines mag das Leben versüßen – ein anderes kann es verderben. Es kann platonisch oder leidenschaftlich sein, interessens- oder herzensgesteuert. Und glücklich der, der das beste Verhältnis (zwischen sich und anderen) leben kann.
 
Beziehungen – wir haben sie in vielfältigster Art und Weise. Und wenn eine davon nicht mehr trägt, sondern hindert… dann fragen wir uns, ob es noch in einem Verhältnis steht. 
 
Ein Verhältnis sollte verhältnismäßig gut in einem gesunden Verhältnis zu uns selbst stehen! (CSH;-)
 
Wollen wir doch mal unsere Verhältnisse im derzeitigen Leben begutachten…
 
Wie steht es um ihr Verhältnis zu Ihrem Partner?
… zu Ihrer Arbeit?
… zu Ihrer Familie?
… zu Ihren Freunden?
… zu Ihrer Gesundheit?
… zu Ihrer Selbstverwirklichung?
… zu Ihrer Selbstverantwortung?
und wie zu Ihrer Lebensfreude?
 
Diese Fragen haben mich in den letzten Monaten auf neue Art und Weise beschäftigt. Denn erstmals wurde strikt vorgegeben, wie mein Verhältnis zu mir, zu Familie, Freunden, Arbeit und meiner Gesundheit zu sein hat. Aber dennoch kann ich gleichzeitig wiederum ein eigenes Verhältnis zu eben diesen Verhältnissen aufbauen, welches ein völlig anderes ist.
 
Die Demut gibt jedem, auch dem einsam Verzweifelnden, das stärkste Verhältnis zum Mitmenschen und zwar sofort, allerdings nur bei völliger und dauernder Demut. (Franz Kafka)
 
„Schon gehört? Die beiden haben ein Verhältnis miteinander!“ – Wie schön, wenn mit dem Wort „Verhältnis“ eine Beziehung zweier Menschen ausgedrückt wird, die nicht offenkundig ist. Ein Verhältnis ist also nicht immer offiziell. Und egal, ob zu Menschen oder einem Umstand – wir haben dabei immer eine intime Beziehung zum Leben. Und die ist Maßstab für all unsere Entscheidungen.
 
Ich finde, das passt perfekt in diese Zeit. 
Wenn Menschen etwas von sich preisgeben, sich outen, geben sie Einblick in diese intime Beziehung, ganz gleich, ob es eine Liebe zu einem Menschen oder die zu Wahrheit oder Gerechtigkeit ist. 
Sogenannte Whistleblower können ihr schmerzhaftes Verhältnis zu bestimmten Unverhältnismäßigkeiten nicht mehr für sich behalten und müssen es offiziell kundtun. Es befreit sie, auch wenn sie damit ihre Existenz aufs Spiel setzen. Es muss also in uns Menschen etwas geben, das uns dazu drängt.

Woher kommt das?
 
Ich denke, jeder, der schon mal ein (geheimes) „Verhältnis“ hatte, weiß, dass es ab einem bestimmten Zeitpunkt belastet. Es schränkt die Freiheit ein. Was zu Beginn ein Anreiz oder ein Spiel war, wird nach und nach bitterer Ernst. Es bindet Energie und hindert uns am Fortkommen. Irgendwann ist der Druck so groß, dass ein Befreiungsschlag nötig wird. Dann kommt es ans Licht. Und so schmerzvoll es auch sein mag – es erleichtert!
 
Ein wichtiger Punkt der Lebensweisheit besteht in dem richtigen Verhältnis, in welchem wir unsere Aufmerksamkeit teils der Gegenwart, teils der Zukunft widmen, damit nicht die eine uns die andere verderbe. (Arthur Schopenhauer)
 
Heute scheint es, dass jemand, der ein gesundes Verhältnis zur Welt und seiner Eigenverantwortung pflegt, vielleicht sogar noch seine eigene Vernunft benützt – ebenso schief angesehen wird, wie jener, der vor Jahren in einem leidenschaftlichen Verhältnis abseits der ehelichen Normen ertappt wurde. 
Damals wie heute ist Moral ein gesellschaftliches Konstrukt. Eine Ethik mag jedoch ganz andere Ziele zeigen. (Ich weiß, dass es hier vielfältige Definitionen gibt).
 
Ich traf in den letzten Wochen zu 90% Menschen, die ihr Verhältnis zur derzeitigen Situation geheim halten, es also nicht öffentlich kundtun, es aber dennoch leben. Wie ein betrogener Ehepartner, wähnt sich die Öffentlichkeit bestätigt, ohne zu ahnen, dass ihre Beziehung zum einzelnen Menschen nicht so ist, wie sie scheint.
 
Die allgemeine Schiefheit der Menschen in allen bürgerlichen Verhältnissen und ihre allgemeine Verhärtung im gesellschaftlichen Zustand ist eine Folge der innern Verstümmelung der Naturkräfte. (Johann Heinrich Pestalozzi)
 
Was also tun, wenn wir verschiedene Verhältnisse haben, die „unverhältnismäßig“ sind? Als Coach würde ich einem Klienten raten, es zu klären. Idealer Weise, wie die alten griechischen Philosophen, bei einem Spaziergang durch die Natur, denn diese rückt manches wieder ins rechte Licht.
Klären geschieht zunächst in sich selbst, doch dann immer in der daraus resultierenden veränderten Haltung zur Umwelt. In Coachings und Beratungen ist es ein offenes Geheimnis, dass sich alles um einem verändert, wenn man sich selbst verändert. Zu glauben, dass man bereits weiß, wie andere denken und handeln, ist anmaßend und meistens falsch.
Umso mehr erstaunt es, dass wir immer wieder zurückfallen in längst überholte Gefängnisse, die wir uns selbst bauen. Dabei kommt meist so zurück, wie wir in den Wald hineinrufen.
 
Die Verhältnisse ändern sich, wenn sich unser Verhältnis dazu ändert. (Michael Richter)
 
 
Wie steht es also mit unseren Verhältnissen im Umgang mit uns selbst und der Welt?
 
Wie steht es mit unserem Drang nach Erleichterung?
 
Es wird Zeit zu fragen. 
Es wird Zeit zu antworten.
Es wird Zeit…
 
… die Verhältnisse zu klären.
 
Ihre
Cornelia Scala-Hausmann

Es hilft uns nichts, das Böse zu verneinen; gegen das Böse hilft uns nur, die Welt so mit Gutem anzufüllen, daß schließlich das Böse keinen Platz mehr hat. Und so hilft es uns nichts, den Krieg zu beklagen; vor dem Krieg schützt uns nur ein Verhältnis der Nationen, in dem sie sich zusammenwirkend alle wohler fühlen als auseinanderstrebend. (Hermann Bahr)


 
Tipp: Es ist unverhältnismäßig – Rede Univ. Prof. Dr. Dr. Christian Schubert


Die Gegenwart ist im Verhältnis zur Vergangenheit Zukunft, ebenso wie die Gegenwart der Zukunft gegenüber Vergangenheit ist. Darum, wer die Gegenwart kennt, kann auch die Vergangenheit erkennen. Wer die Vergangenheit erkennt, vermag auch die Zukunft zu erkennen. (Lü Bu We) 

Die Erneuerungskompetenz

Sich zu erneuern, ist lebenswichtig. Unser Körper tut es in einem kaum vorstellbaren Umfang, ohne dass wir etwas davon mitbekommen. Zwischen zehn und 50 Millionen Körperzellen baut unser Körper pro Sekunde ab und ersetzt sie durch neue Zellen. So wird unser Skelett alle zehn Jahre ersetzt, der Dünndarm alle 16 Jahre, unsere Leber alle zwei Jahre, und die Haut wird keine zwei Wochen alt. 1 Erneuerung ist also etwas Natürliches. Kein Mensch könnte ohne sie leben. Nehmen wir uns also unsere Zellen zum Vorbild und lassen Erneuerung zu – das Leben wird dadurch spürbar „lebendiger“ und aufregend.

Alle großen Geister der Geschichte waren Erneuerer – egal, ob Rebellen, Entwickler, Erfinder usw. Die Menschheit wäre nicht das, was sie ist, wenn es keine Erneuerung gäbe. Immer und immer wieder. Zugegeben – Menschen wehren sich dagegen. Sie wollen beim Altbewährten bleiben. Doch im Endeffekt setzt sich – früher oder später – immer das Neue durch.

Erneuerung setzt aber eine Eigenschaft voraus, die ohne Zweifel jeder von uns besitzt, die sich jedoch in völlig unterschiedlicher Art und Weise äußert. Eine Fähigkeit, die uns tagaus, tagein das Leben erleichtert, uns Lösungen finden lässt und uns vor allem in (gefürchteten oder ersehnten) Veränderungsprozessen massiv unterstützt. Diese Fähigkeit ist angeboren, man muss sie jedoch ein Leben lang, trainieren, damit sie nicht verkümmert. Sie kommt allerdings nur dort zum Tragen, wo wir uns in ungeordneten Bahnen bewegen. Will ein Mensch also im Erneuerungsmodus bleiben, muss er immer wieder ausgetretene Pfade verlassen.

Sie ahnen bereits, worum es hier geht? Ich spreche von der stärksten menschlichen Kraft, die Dinge erschafft – der Kreativität (lat. creare – etwas neu schöpfen, erfinden). Mit ihrer Hilfe schaffen wir soziale und wirtschaftliche, in jedem Fall jedoch persönliche Erneuerung oder Innovation.

Und was passiert, wenn wir uns ihrer bedienen? Dann könnte sich Erfolg einstellen. Und sobald sich Erfolg einstellt, passiert Folgendes: Die Dinge beginnen sich zu normieren, Abläufe werden verwirtschaftlicht usw. Und dann muss diese Form der Kreativität zurückweichen. Denn wenn man etwas in genormte Abläufe bringen will, darf es sich nicht mehr verändern – sonst bleibt der wirtschaftliche Erfolg aus. Unzählige Biografien zeigen uns diesen Tanz zwischen Erneuerung und Erfolg. Und viele antworten auf die Frage, ob sie kreativ wären, mit Nein. Dabei haben sie jahrelang ihre Vision vor Augen gehabt und sich immer wieder neu danach ausgerichtet.

Will ein Mensch also weiterhin ein hochgradig kreatives Leben führen, nimmt er genau dann, wenn sich wirtschaftlicher Erfolg einstellt, der auch nach außen hin bemerkbar ist und der ihn in Normen und starre Abläufe zwängt, Abschied – und beginnt etwas Neues. Oder er findet jemanden, der seine bisherigen kreativen Ideen übernimmt und sie für ihn ökonomisch verwertet, sodass er selbst sich neuen Ideen widmen kann. (Der Traum eines jeden Künstlers!)

Naturgemäß hat das viel mit „Scheiden“ und „Entscheiden“ zu tun. Entscheiden hat (wie wir bei der Entscheidungskompetenz bereits erfahren haben) etymologisch etwas mit „das Schwert aus der Scheide ziehen“ zu tun. Es hat also auf keinen Fall etwas mit Sicherheit und Ruhe zu tun. Dafür oft mit Freude, Lebendigkeit und Jugend. Und mit Grenzen. Es hat auch viel mit Pioniergeist zu tun! Und eine Prise Revolution schwingt auch darin mit, denn Neues kann nur geschaffen werden, wenn das Alte infrage gestellt wird.

Und eines ist auch klar – gäbe es auf dieser Welt ausschließlich lupenreine Pioniere, hätte nichts Bestand. Es braucht auch alle anderen Kompetenzen, um die Welt und die Wirtschaft am Laufen zu halten. Also keine Sorge, wenn Sie eine andere Kompetenz stärker vertreten als die Erneuerungskompetenz. Denn jeder hat seine Präferenzen, und als Unternehmer, Chef, Coach etc. gilt es, diese Kompetenzen im Team zu vereinen.

Erneuerung bedeutet gleichzeitig Veränderung – Unbekanntes verspricht Überraschungen. „Überraschung ist das Salz des Lebens“, heißt es. Was wäre, wenn alles in seinen vorgeplanten Bahnen abliefe? Das mag jetzt den einen oder anderen Leser verwundern, denn im Business sind Überraschungen nicht unbedingt erwünscht. Es sei denn, positive. Oder hatten Sie bei dem Wort „Überraschung“ sowieso nur an positive gedacht?

Eine Erneuerung tut immer gut. Freiwillig oder gezwungenermaßen. Und meist begreift man erst hinterher den wahren Sinn darin. Erneuerung ist der Jungbrunnen für Mensch und Organisation, für Produkt und Unternehmen. Und erneuerungskompetente Menschen spielen damit. Sie wollen weder in Strukturen verhärten, noch ein Spielball von (unangenehmen) Überraschungen werden. Sie fokussieren sich auf ihre Ziele, richten sich nach ihrem eigenen Kompass aus und bleiben ungern stehen.

So sehr unsere Kultur bemüht ist, Ganzheitliches zu verbannen und sich auf etwas zu fokussieren, so ist sie doch durchaus fähig, ganzheitliche Lösungen zu finden, wenn es brenzlig wird. Es muss allerdings schon sehr brenzlig werden, es muss schon brennen, also wirklich gefährlich werden, damit sich was tut. Erst wenn das Alte nichts mehr taugt, wird auf das Neue gehofft. Und häufig unbedacht ausprobiert. Zu einem kompetenten Umgang mit Erneuerung gehört aber auch, das Neue zu prüfen und mit Bedacht auszuwählen. Vor allem, wenn es um gesellschaftliche und politische Entscheidungen geht.

Es kommt auf die Mischung an. Weder Alt noch Neu darf überhandnehmen, darf über dem anderen stehen. Beides muss in einem gesunden Gleichgewicht stehen. Das Alte nährt uns, und das Neue hält uns lebendig. Wir bestehen immer aus Alt und Neu – auf allen Ebenen und in allen Bereichen, sei es, was den Körper, unsere Umwelt oder unsere Kommunikation anlangt. Das Alte allein ist destruktiv – das Neue allein ebenso.

>> mehr dazu im Buch „Der Zukunftskompass®“

>> Mehr INFO

Kennen Sie diesen Spruch? Ich hörte ihn das erste mal als Teenager von meiner (manchen schon bekannten) Großmutter*. Er geht aber noch weiter:
 
…denn das Denken der Gedanken
Ist gedankenloses Denken…

 
Schon damals faszinierte mich der Spruch so sehr, dass ich ihn mit ein paar anderen (zum Leidwesen meines Vaters, der sie frisch lackiert hatte) auf meine Zimmertür schrieb.
 
Für Großmutter hatte dieser Spruch auch besondere Bedeutung. Hatte sie doch einiges an gedankenlosem Denken mit Höhepunkt zweier Weltkriege erlebt. 
 
…denn wenn du denkst, du denkst,
dann denkst du nur du denkst…

 
Meine Tochter zeigte mir unlängst ein „Meme“, in dem Zeitreisende das Jahr 2020 aus dem Zeitrechner gestrichen hatten. Und zwar nicht wegen eines Virus. Humor hilft Menschen, unglaubliche Dinge zu verarbeiten – eine Auswahl dieser Memes habe ich weiter unten zusammengestellt – damit wir wenigstens ein bisschen was zu lachen haben.
 
…aber denken tust du nie!
 
Nathalie ist immun gegen Medienmanipulation – seit dem 5. Lebensjahr. Damals hatte ich noch meine Werbeagentur in Wien. Und eines Tages kam sie mit knapp 5 Jahren ziemlich aufgeregt in mein Büro gelaufen, „Mama, Mama! Wir müssen unbedingt Happy Day Orangensaft kaufen!“ Als ich sie auffing und fragte, „Warum das denn?“ meinte sie mit großen Augen: „Weil er der beste von allen ist!“ – „Wie kommst du da drauf?“ – „Ich habs gesehen!“ – Wo denn? – „Im Fernsehen!“
Lange Rede kurzer Sinn – sie hatte bei einer Freundin einen Werbespot im Fernsehen gesehen (denn in unserem Hause gab es aus gutem Grund bereits schon länger kein Fernsehgerät mehr).
 
„Komm mal mit!“ ich nahm sie an die Hand, führte sie zu meinem Arbeitsplatz, setzte sie auf meinen Schoß, startete den Computer und rief eine Werbekampagne für ein bekanntes Waschmittel auf. 
„Du weißt, dass ich eine sogenannte Werbeagentur** habe und für Menschen, die etwas verkaufen wollen, Werbung mache, das heißt, ich mache Dinge so schön, dass jeder sie haben will?“. Sie nickte und schaute gespannt in den Computer. 
Ich zeigte ihr Werbespots, Fotos und las ihr die Texte vor… zeigte ihr wie sie gemacht wurden… wie die Videos konstruiert werden – kurz: enttarnte die schöne Fassade der Werbung. Dann fragte ich sie „Warum glaubst du, machen wir das?“ Sie schaute mich fragend an. „Weil diejenigen, die das Waschmittel herstellen, es auch verkaufen wollen. Das tun sie, indem sie sagen, dass es das Beste ist. Das stimmt aber nicht! Andere sind oft genauso gut oder sogar besser.“
Ich konnte richtig zusehen, wie etwas in dem kleinen Köpfchen passierte… 
„Warum machst du das dann?“ fragte sie mich mit großen Augen. „Gute Frage – eigentlich will ich das gar nicht – eigentlich möchte ich nur Gutes bewerben. Aber leider kann ich davon allein nicht leben…“  (Das änderte sich jedoch sehr bald danach 😉 )
 
Wenige Wochen später war Weihnachten und ich traf eine Mutter aus dem Waldorf-Kindergarten. Wir kamen ins Plaudern und sie lachte, als es um die Weihnachtsgeschenke ging. „Deine Nathalie ist eine Nummer!“ meinte sie. „Als meine Dora ihr erzählte, was sie sich wünscht und es dabei um eine besondere Puppe ging, meinte deine Tochter mit einem altklugen Abwinken: ‚Ach was, das ist alles nur Werbung!‘ Ich traute meinen Ohren kaum!“
 
Tja, offenbar hat es gefruchtet. Bis heute. Fernsehen war in unserem Hause verpönt. Denn es gab einen krassen Unterschied in dem Verhalten meiner Kinder, seit er „kaputt“ war. Und zwar zum Besseren. 
Daher tun wir uns heute wohl schwerer als Andere im Vertrauen auf Medien und ihren Meldungen und litten schon seit März an schwerer Unvereinbarkeit zwischen den Meldungen und unserem logischen Denken.
 
Seit März wird mein Verstand und damit mein Denken derart beleidigt, dass ich mit dem Studium der Erkenntniswissenschaften begonnen habe. Das macht die Sache nicht unbedingt besser – denn so wird man erst recht auf sämtliche Falschdenkprozesse aufmerksam. Aber zumindest konnte ich mein Denken, meinen Verstand und meine Vernunft im eigenen Hoheitsgebiet halten und nicht in einer Fremdübernahme verlieren. 
Aus diesem Grunde engagiere ich mich auch seither in diversen NGOs zur Faktensammlung.
 
Meine Tochter und ich haben für uns den Spruch auch vor kurzem umgeändert: 
Denkst du auch, gedacht zu haben?
Ist das Denken der Gedanken auch gedankenvolles Denken?
Wenn du denkst, du denkst,
denke, WIE du denkst!
Aber fremddenken lass‘ dich nie!“

 
😉
 
In diesem Sinne fordere ich Sie auf, Ihren Verstand zu pflegen und zu nützen!
Er verkümmert sonst. Und was würde uns dann noch als Mensch vom Tier unterscheiden?

Ihre
Cornelia Scala-Hausmann
 
 
*1896 – 1983
** CU – see you – Werbeagentur mit 12 Mitarbeitern in Wien 19

Kontakt:
www.lascala.cc
www.zukunftskompass.at

Im Allgemeinen kommt Reife durch Erfahrung. Und Erfahrung kommt durch Leben. Das braucht seine Zeit. Junge Führungskräfte sollten also reife Berater haben, die sie unterstützen und tunlichst nicht manipulieren.

In früheren Zeiten waren Führungskräfte gleichzeitig auch Anführer. Sie führten ihre Heere an, wenn sie in die Schlacht zogen. Manche von ihnen zogen sogar selbst in den Kampf (Alexander

der Große), und ihre Gefolgschaft sah in ihnen göttergleiche Helden. Andere hielten sich weise im Hintergrund und zogen dort die Fäden (Julius Cäsar).

Es gab in der Geschichte die unterschiedlichsten Führungspersönlichkeiten. Doch allen wurde entweder eine gewisse Weisheit (Salomo) oder eine beeindruckende Grausamkeit (Attila) zugeschrieben. Auch kindliche Führer sind aus der Geschichte bekannt, die jedoch keine wirklichen Anführer, sondern lediglich Marionetten für versteckt im Hintergrund agierende graue Eminenzen waren (so etwa Kardinal Richelieu für den zum Zeitpunkt seiner Thronbesteigung erst neun Jahre alten König Ludwig XIII.).

Die Liste der schlechten Führer ist weitaus länger als die der guten. Hinterher fragt man sich oft: Wie konnten die nur je an die Macht kommen? Aus der zeitlichen Distanz ist das noch eher erklärbar, als wenn es um das Heute geht. Doch seltsamerweise gibt es auch heute noch genug schlechte Führer, obwohl – vor allem in der Ersten Welt – zumeist doch Demokratien vorherrschen.

Nicht erst seit der Wirtschaftskrise sind Führungskräfte in Politik und Wirtschaft vermehrt in den Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit geraten. Anlagebetrüger wie Bernard Madoff, Wall-Street-Größen wie Richard Fuld Jr. von Lehman Brothers oder der jetzige US-Präsident Donald Trump sind dafür abschreckende Beispiele. In Deutschland sind es Manager wie Klaus Zumwinkel, Georg Funke (Hypo Real Estate), Thomas Middelhoff (Arcandor) oder Reinhold Würth, die zeigen, dass eine Spitzenposition in einem Unternehmen nicht unbedingt mit fachlichem Können und ethischem Verhalten einhergehen muss.

In einem Interview räumt die Harvard-Politologin Barbara Kellermann mit derlei Illusionen gründlich auf und kritisiert die Leadership-Forschung unserer Zeit. In ihrem Buch Bad Leadership erläutert sie, dass Führung eben nicht nur etwas für die Edlen, Klugen und Guten sei. Denn jeder Mensch sei nun einmal zu einem großen Teil von Impulsen wie Habgier und Machtlust getrieben. Von diesen dunklen Trieben könne man sich aber nicht befreien, indem man zehn Führungsseminare besucht. Auch hält sie wenig davon, Führung in der Theorie durch Lesen u.Ä. erwerben zu wollen: „Wenn man jemandem Schwimmen oder Radfahren beibringen will, gibt man ihm schließlich auch keine entsprechenden Bücher zu lesen.“ Und dennoch brauchen schlechte Anführer ihre Anhänger, um überhaupt erst in ihre Führungsposition zu gelangen und diese auch beizubehalten.

Führung hat also auch mit Charakter zu tun. Und mit der Ausbildung von Tugenden. Wir sprechen sogar von Führungskunst! Denn ja, irgendwie kann man schon führen. Es jedoch gut zu machen, ist eben eine Kunst.

Eine Kunst, die heute in politischen Kreisen leider nicht mehr zu finden ist.

*

Zum Schmunzeln

9 Monate ist das Jahr alt. 9 Monate braucht ein Mensch, um geboren zu werden. Das brachte mich auf „Mensch und Unmensch“ – zu einem Autor, den ich sehr schätze, denn er hatte die Gabe, Menschen in ihren Schwächen schonungslos aber mit unglaublich liebvollem Humor sichtbar zu machen. Und so manches ist auch nach 50 Jahren nach wie vor gültig. Seine Verse sind sehr tiefsinnig, aber dennoch macht es Freude, sie zu lesen… und sich selbst darin zu erkennen: Eugen Roth.

Zivilcourage 

Ein Mensch erfährt, dass unsre Zeit

voll sei von Rücksichtslosigkeit.

Doch sieht aus Feigheit, aus bequemer,

er ringsum lauter Rücksichtsnehmer.

Die Freiheit geht wohl doch im Grunde

Aus solcher Rücksicht vor die Hunde.

*

Ein Mensch, der Willkür knapp entronnen,

freut sich der Freiheit, frisch gewonnen.

Doch schon wird’s ihm zum Ärgernis:

Die Welt braucht ihre Freiheit miss.

Der Mensch mit nüchternem Verstand,

ruft deshalb nach der festen Hand.

Da ist sie schon! – Der Mensch schreit: „Halt!“

Zu spät – sie ist zur Faust geballt.

Das ganze Spiel von vorn beginnt –

Ob noch einmal der Mensch entrinnt?

*

Ein Mensch braucht alle Seelenkraft,

dass er sein Mensch-Sein selber schafft.

Ein Unmensch kennt den Trick, den kleinen:

Auf andrer Kosten Mensch zu scheinen.

Der Mensch ist an einem Stadium der Entwicklung angelangt, in dem er fähig wäre, die Hindernisse am Weg zu seiner Vielfaltskompetenz in allen Bereichen des Lebens, zu erkennen. Im Blick nach innen könnten wir erkennen, was uns hemmt. Es mögen kleine und größere Hemmnisse sein. Und das größte Hindernis ist… raten Sie mal… genau! 

Es ist die Angst.

Angst vor allem Möglichen.
Imageverlust bis Existenzangst – hier ist alles gut vertreten. 

Und was tut der Mensch dann? 

Er legt sich die bekannten Scheuklappen an. 

Wie ein Fiakerpferd vor dem Kutschbock gespannt, schaut er nur noch in diese eine Richtung, die ihm die Angst per Zügel angelegt hat. Nur nicht nach links oder rechts blicken, denn da droht ein Peitschenhieb… und das ist ja nun mal nicht so angenehm. 

Viele kennen solche Situationen aus ihrem Familien- und Berufsleben. Aber 2020 hat uns hier eine neue Dimension im Gesellschaftsleben zur Aufgabe gestellt. 

Ob wir sie meistern? 

Manche ja, manche nein – wie immer auf dieser Welt. 

Was es dazu braucht?

Eine Eigenschaft, die ver-mut-lich so alt ist, wie der Mensch selbst: Mut. 

Wenn uns eine Zu-mut-ung zu viel wird, werden wir mut-ig und tun alles, um aus dieser Unzu-mut-barkeit zu entkommen. Dann braucht es wieder neue, kreative Wege, die einen Ausweg möglich machen. Und die – das wusste schon Einstein – können niemals alte Lösungen sein. 

Das macht es dann auch so schwierig. Denn der Mensch will Sicherheit. Das gibt es aber in neuen Krisen nicht… außer in uns selbst.

Mut ist individuell und persönlich. Im Kern bedeutet Mut die Überwindung einer bislang für sich selbst gesetzten Grenze, und sei sie noch so klein.
(zukunftsInstitut/Gatterer)

Stehen wir also auf dem im vorherigen Artikel genannten Berggipfel und blicken ins Tal, dann können wir erleben, welcher Ausblick uns am besten gefällt und wohin wir gar nicht schauen wollen.

Was macht uns Hoffnung, und was Angst?

Was bringt uns Freude, und was Leid?

Was gibt uns Freiheit, und was schränkt uns ein?

Die Keime unsere Zukunft liegen im jeweiligen Pol. Unsere Emotionen verstärken und verinnerlichen sie. Sie werden real.

Unser Denken erschafft in jeder Sekunde unsere Wirklichkeit. Die Art, WIE wir denken, ist unsere Eigenmacht. Schon ab dem Zeitpunkt einer Erkenntnis, gestalten wir Realität. Und nicht nur unsere eigene! Nein, wir wirken auf alles andere ein. 

In Zukunft bekommt Armut eine neue Wertung. Jene, die arm in ihrer vielfältigen Vorstellungskraft und damit in ihrem kreativen Umgang mit Problemen sind, müssen sich an Andere orientieren, weil sie selbst keine anderen Möglichkeiten sehen können.

Vielfaltskompetenz wird mit jedem Tag wichtiger, an dem wir uns auf eine einzige Sichtweise beschränken. Denn erst, wenn es absolut keinen Spielraum mehr geben wird, werden wir danach rufen.

Ein Mensch Vergangenheit bewältigt –
Die Zukunft sich verhundertfältigt!
(Eugen Roth)

Vielfalt ist der natürliche Zustand unserer Welt. Durch sie erweitern wir unseren Erfahrungsschatz. Und man kann sie auf verschiedene Art und Weise wahrnehmen: als distanzierter Beobachter oder als jemand, der sich direkt ins Geschehen wirft. Beides hat etwas für sich. Auch der Beobachter wird etwas lernen, wenn er wertfrei und ohne Scheuklappen beobachtet. Er hat den Überblick und lernt, indem er das Beobachtete analysiert. Der andere lernt am eigenen Leib und durch direkten Kontakt. Im Idealfall sollten sich beide miteinander austauschen oder von Zeit zu Zeit die Rollen tauschen. Denn jedem von ihnen wird einiges verborgen bleiben.
Keiner der beiden hat das ganze Bild.

Angewandte Vielfaltskompetenz –
(Auszug aus dem Buch Der Zukunftskompass®)

Körper (Soma)

Unser Körper ist das beste Beispiel für die Vielfalt der Natur. Jeder Mensch ist anders und einzigartig. Es gibt keine „Norm“. Und so vielfältig, wie ein Mensch aussehen kann, so vielfältig sind auch Krankheitsbilder und deren Heilung. Daher suche ich immer meinen persönlichen Weg.

Seele (Psyche)

Emotionale Reaktionen sind ebenso unterschiedlich wie unser Erscheinungsbild. Dieselbe Sache kann beim einen Freude und beim anderen Leid auslösen. Es geht um einen achtsamen Umgang mit Andersartigkeit. Sei es in Partnerschaft, in Elternschaft wie auch in Wirtschaft und Gesellschaft.

Geist (Nous)

Wir können Vielfalt denken. Wir sollten es jedoch auf positive Weise tun und dabei andere Impulse zulassen und gegen die eigenen abwägen. Weder die Verherrlichung noch die Ablehnung des Andersartigen ist richtig. Wir müssen unseren eigenen Weg in der Vielfalt finden und dennoch tolerant bleiben.

>>

(Mehr dazu im Buch „Der Zukunftskompass®)

Wenn wir auf Berge gehen, ist es unser Ziel, möglichst hoch hinauf zu kommen um einen grandiosen Ausblick zu genießen. Dabei ist es immer wieder ein unglaublich schönes Erlebnis. Sie kennen das Gefühl, wenn man nach Strapazen endlich oben angekommen ist – unweigerlich entlockt es uns das typische Geräusch der Bewunderung, wenn wir weit über einem Tal stehen. Nur wer es selbst erlebt, kann es nachempfinden. 
 
Als ich noch meine Werbeagentur in Wien hatte und Stress ein Dauerzustand war, fuhr ich oft auf den nahen Leopoldsberg hinauf und blickte auf Wien herab… hörte das Geräusch der Großstadt und fand in diesem Ausblick häufig die Lösung eines scheinbar unlösbaren Problems.
 
… wir sind zumeist in einem Korridor irrelevanter Information gefangen. Wir werden aus jeglicher aktiver Wahrnehmung der Welt (und der Zukunft) gedrängt, unsere inneren Bilder werden zunehmend zu Abbildern von Screens – der Blick auf die bekannte Zukunft (anwesend wie auch abwesend) wird verstellt. Das Unbehagen steigt, und die ureigene Fähigkeit des Menschen, sich die Zukunft vorstellen zu können, gerät ins Wanken. Dann kommen wir so weit, dass wir die Zukunft als programmiert und gegeben annehmen. Die irrelevanten Bilder der Screens werden schrittweise und unbewusst zu unserer Repräsentanz der Zukunft. Dann ist die Zukunft schon gemacht. (zukunftsInstitut, Harry Gatterer)
 
Distanz gibt Relation. In der Reflexionskompetenz im März haben wir das bereits feststellen dürfen. Auf der Suche nach Entscheidungen hilft sie uns, Fremdeinflüsse kurzfristig abzustellen. Und bei der Schau in die Vergangenheit eines Problems – blicken wir immer auch in die Zukunft einer Lösung. Häufig hat sich in unserer Problemsituation der Horizont auf Scheuklappengröße verengt. Ein Weitblick hilft uns, die Scheuklappen abzulegen und das Leben wieder willkommen heißen zu können. 
 
 
Und? – Wie sieht Ihr Ausblick aus?
 
Wie sieht Ihre Zukunft aus?
 
Und bei dieser Frage kommen oft: „Wenn… dann…“
Dieses „Wenn-dann“ ist genau das, was uns eines ganz genau zeigt: 
Zukunft ist nicht vorgegeben!
 
„Klar!“, werden Sie sagen. „Aber sie liegt ja nicht an mir allein!“ 
Nun – wenn ich Ihnen von einem unbeschreiblich schönen Ausblick erzähle – ist es etwas ganz anderes, als wenn Sie diesen Ausblick selbst mit eigenen Augen sehen können! Erleben ist nunmal aktiv und hat nicht umsonst das Wort „Leben“ in sich. 
 
Und wenn wir gemeinsam in dasselbe Tal blicken, so wird doch jeder etwas Anderes darin sehen. 
 
Wenn ich Sie nun frage: „Wieviele Zukünfte gibt es?“
Was würden Sie antworten?
 


Ich würde sagen:
Soviele, wie es Ausblicke gibt! 
 
Je mehr wir die anwesenden Dimensionen der Zukunft für uns selbst erkunden, desto differenzierter und klüger können wir mit der abwesenden Zukunft agieren. (Harry Gatterer)
 
Ich kann Ihnen also einen Tipp geben:
Gehen oder fahren Sie allein auf einen Berg mit möglichst weiter Aussicht, blicken Sie ins Tal und in die Weite. Stellen Sie sich Ihre Zukunft vor, wie Sie sie möchten. Fällen Sie Ihre Entscheidung für den nächsten Schritt dorthin und nehmen Sie das mit ins Tal.
 
 
Ich winke Ihnen vom nächsten Berggipfel zu,

Ihre
Cornelia Scala-Hausmann
 
 
PS: Sollten Sie einen Rundumblick haben oder noch immer zögern, dann lesen Sie bei der Vielfaltskompetenz weiter!

Resilienz wird häufig im selben Atemzug mit Kohärenz genannt. Gemeint ist damit ein Gefühl der Zuversicht, egal, wie schlimm die Situation auch sein mag. Jede Krise wird als Lernfeld verstanden, aus dem neue Lebenserfahrung geschöpft wird. Es sind immer die Widrigkeiten des Lebens, die uns wachsen lassen, und Resilienzkompetenz erwerben wir uns, indem wir uns aktiv mit ihnen auseinandersetzen.

Wir haben zuvor das Thema der emotionalen Souveränität behandelt – und das spielt in die Resilienzkompetenz hinein. Es geht um ein autonomes Verhalten in Krisen.

Jedem ist klar, dass es um unsere eigenen persönlichen Fähigkeiten geht, um Krisen zu meistern und Zukunft gestalten zu können. Jetzt ist es wichtiger denn je, sich selbst in der gegenwärtigen Veränderung zu stärken und Werkzeuge in die Hand zu bekommen, um Resilienz zu entwickeln.

Resilienzkompetenz geht immer mit der Entwicklung der eigenen Persönlichkeit einher – wie man geworden ist, was man ist. Wie man bisher mit Veränderungen und Krisen umgegangen ist, welche Muster man entwickelt hat und dass man einen wertschätzenden Blick für sich selbst, die eigenen Stärken, Talente, Freuden, Wünsche, aber auch für die eigenen Schwächen entwickelt hat. Dass man weiß, was dem eigenen Leben Sinn gibt und für welche Werte man einsteht. Der Gewinn daraus ist nicht mit Geld aufzuwiegen. Denn wir erlangen dadurch innere Stärke, mehr Unabhängigkeit von äußeren Faktoren und ein Ruhen in uns selbst. Nur wer Lebenskrisen durchgemacht hat, Verletzungen erfahren hat und sich davon befreien konnte, ist fähig, diese starke innere Widerstandskraft aufzubauen.

Das Wort „Resilienz“ kommt ursprünglich aus der Physik und bezeichnet die Eigenschaften eines Materials, das bei Druck nachgibt und bei Nachlassen des Drucks wieder seine ursprüngliche Form annimmt. Die Entwicklungspsychologie übernahm den Begriff und beschreibt damit die Fähigkeit von Menschen, die an traumatischen Lebenserfahrungen nicht zerbrochen, sondern daran gewachsen sind. Als Synonyme werden häufig auch die Begriffe Widerstandsfähigkeit oder Widerstandskraft verwendet.

Wenn Krisen kein Ende nehmen, wir uns immer wieder auf neue Situationen und Zukunftsszenarien einstellen müssen, wird Resilienz ein großes Thema.

  • Wie kann ich in einer Krise Resilienz entwickeln?
  • Wohin soll ich mich orientieren?
  • Wie wird unsere Gesellschaft in einem Jahr oder in 5 Jahren aussehen? 

Diesen und weiteren Fragen gehe ich in verschiedenen Angeboten auf den Grund und in dem inkludierten Mini-Roman auf abenteuerlich-spannender Art und Weise erarbeiten wir die Antworten im

>> Crashkurs für Zukunftskompetenz,

>> oder im Buch Der Zukunftskompass®

Gemeinsam ist es einfach leichter, biegsam zu bleiben 😉

Mit resilienten Grüßen,

Ihre

Cornelia Scala-Hausmann

>> 2014 zum Nachlesen: Die Macht des Optimismus

Follow

Get every new post on this blog delivered to your Inbox.

Join other followers: