… von Glück und Lüge

Diese Frage bringt weit mehr Perspektiven als die: „Was kann ich vom Leben noch erwarten?“ Wie Frankl schon wusste, bringt Letzteres eher Enttäuschung, während Ersteres Kreativität freisetzt. Und genau das ist es, was uns Krisen abverlangen.
Dabei kommt ganz nebenbei auch die Frage auf, wozu wir etwas tun und wie. Und das ruft die eigenen Werte auf den Plan. 

Sollten Sie vielleicht so ganz still und heimlich gedacht haben, dass sie sich schon etwas mehr Glück vom Leben erwartet hätten – dann dürfen sie ertappterweise gleich weiter in sich gehen, was Glück denn nun tatsächlich sein soll… 😉
Bedeutet Glück das Beste zu haben? Oder immer auf die Butterseite zu fallen?
Oder fällt man deshalb auf die „Butterseite“ (was übrigens beim Brot gar nicht so glücklich ist) weil man aus dem was ist, das Beste macht? Was unterscheidet glückliche Menschen von unglücklichen? Oder anders gefragt: Wann ist die Butterseite denn auch die gute Seite?

Na?
Sie wissen es sicher – notfalls bitte unten die Auflösung lesen 🙂

Gut soweit. Und jetzt?
Unsere derzeitige Krise gibt uns hier einige Herausforderungen mit auf dem Weg. Aber wir verstehen langsam, dass wir Gesundheit nicht kaufen können (auch nicht mit einer Impfung), dass uns Geld keine Freiheit gibt, wenn diese plötzlich als „gesetzeswidrig“ gilt (und es immer noch jemanden mit mehr Geld gibt, der anschafft) oder dass Wahrheit nicht unbedingt das ist, was uns öffentlich erzählt wird.
 

„Dir wird erzählt, was du hören sollst.“


Wir versuchen uns, durch den Dschungel aller Informationen, gepaart mit dem (intellektuellen) Dickicht unserer Ängste, irgendwie durchzuschlagen. Dabei folgen die meisten dem bereits breit gerodeten Weg, während andere mit dem Buschmesser ihres scharflogischen Verstandes zu Werke und damit neue Wege gehen. 

Wo aber soll dabei bitteschön das Glück zu finden sein?
Nun – Glück ist mit etwas verknüpft, das wir kaum damit in Verbindung bringen. Etwas, das uns Kraft gibt, einen Weg zu gehen (oder zu roden). Etwas, das unsere sogenannte Resilienzkompetenz enorm stärken kann: Es ist der Sinn. (Hallo Viktor!)

Glück in der Veränderung? Ja! Jeder Wandel zeigt auf, dass etwas gewandelt werden muss. Und ja! Es gibt tatsächlich einen Katalysator, der es einfach, schnell und leicht machen könnte!

Ja? 

Ich helfe mal ein bisschen: es ist…
… die Wahrheit! Fehlt sie und es herrschen Lügen vor, dann geht alles mühsam, auf Umwegen, mit Hin und Her, kräfteraubend, spaltend-polarisierend (weil keiner mehr weiß, was er glauben soll) und vor allem manipulierend etc.

In der Psychiatrie nennt man das Pinocchio-Syndrom. 
Dazu findet sich bei WikiHow: „Als pathologischen Lügner bezeichnet man jemanden, der zwanghaft Lügengeschichten erzählt oder Details und Informationen frei erfindet. Dabei kann es sein, dass er den Bezug zur Realität soweit verloren hat, dass er seine Lügen selbst zu glauben beginnt. Oft hängt das mit einem geringen Selbstbewusstsein zusammen. Um einen pathologischen Lügner zu entlarven, sollte man genau auf sein Verhalten achten. Manchmal kann man die Lügengeschichten daran erkennen, dass sie einfach nicht logisch stringent sind. Körperliche Anzeichen findet man bei pathologischen Lügnern kaum, aber bei ganz genauem Hinsehen erkennt man eventuell doch gewisse minimale Veränderungen in der Körpersprache. Übertriebener Augenkontakt oder gar keiner wäre so ein Hinweis…“
 
Hmmm… da könnte man derzeit schon einiges wiedererkennen… was meinen Sie? 
 
Also – immer dann, wenn etwas ein „Häää?“ in uns hervorruft, obwohl wir nicht unbedingt als schwer begriffsstutzig bekannt sind, dann zücken wir unser Buschmesser und beginnen dieses Geflecht messerscharf zu durchdringen. Vielleicht ist neben Ihnen ja noch jemand am Werk und man bekommt unverhofft Unterstützung.
 
Und was hat das jetzt wieder mit Glück zu tun?
Na – das entsteht z.B. wenn Sie Ihre Richtung (Sinn) wieder finden oder wenn Sie jemandem genau dabei begegnen!

Zugegeben – es kann variieren, was für den einzelnen Sinn macht. 
Aber die Rechenprüfung ist einfach: Ist Angst im Spiel? Oder nicht. 
Angst ist das mit Abstand beste Düngemittel für ihr gleichnamiges Dickicht und absolutes Sinnvernichtungsmittel. Deshalb zuvor (intellektuelles) Dickicht, denn unser Intellekt produziert unendlich viele Argumente zugunsten unserer Ängste – die nur scheinbar Sinn machen. 
 
Was aber schärft unser Buschmesser? 
Ein Messer ist immer so gut, wie sein Benützer damit umzugehen weiß. 
Ein messerscharfer Verstand kann gutes, wie schlechtes bewirken. Und sein Benützer ist im Normalfall ein Mensch. Ein „Ich“. Wie stark dieses „Ich“ allerdings ist, wieviel von ihm noch übrig ist, sehen wir anhand des Weges. 
 
Damit wünsche ich Ihnen einen wunderschönen Sommer mit viel Natur und (echter) Kultur, vielleicht begegnen wir uns im Dickicht beim Roden eines neuen Weges.
 
Und im nächsten herbstlichen „Brief an die Zukunft“ will ich mal sehen, was ICH-Stärke mit Immunität und Immunsystem zu tun haben mag… 😉

 
Mit das Beste erwartenden Grüßen,
Ihre Cornelia Scala-Hausmann
 
 
Auflösung: 
Genau! Sie sind mit dem was sie haben, zufrieden. 

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