Erinnern Sie sich noch an 2012? 
Sofern man den berühmt-berüchtigten Mayakalender richtig lesen konnte, und sofern unsere Zeitrechnung überhaupt stimmen mag… hätte damals am 21.12.2012 schon die Welt untergehen oder zumindest eine große Krise hereinbrechen sollen. Nun – wir hatten seither einige Krisen, aber 2020 krönte sie alle – sogar mit entsprechendem Namen (Corona). 

2021 scheint nun wirklich Kopf zu stehen. Es verspricht, irrational und chaotisch zu werden. Und für jene, die in Krisen Prüfungen sehen, wirkt es, als ob die Menschheit nun in der Meisterklasse angekommen ist. 

Wie wir sie bestehen können? 

Wir müssen ultra-flexibel sein, absolute Klarheit suchen und unseren ganz eigenen Weg durch das Dickicht der Krise gehen. 

Der beste Weg, ein besserer Diener der anderen zu werden, besteht darin, selbst ein besserer Mensch zu werden. Aber um ein besserer Mensch zu werden, ist es nötig, anderen zu dienen. Darum ist es möglich und sogar unabdingbar, beides zugleich zu tun!“ (Paul Watzlawick)

Meistern muss jeder seine Krise selbst – auch wenn die Mehrheit meint, es müssen andere für sie tun. Auf dem Weg dorthin müssen wir Handlungsmöglichkeiten finden ohne in einen Aktionismus zu flüchten. Blickt man in unsere Psyche, entsteht Entwicklung meist durch Unzufriedenheit, Sehnsucht und Schmerz. Doch wenn letzterer zu viel wird – vor allem für die Jüngsten unter uns, unseren Kindern – müssen wir uns gegenseitig helfen und als Schutzwall fungieren. 

Mag sein, dass uns die jüngsten Geschehnisse immer deutlicher vor Augen führen, was schon lange im Argen lag – so haben wir durch das jetzige Erkennen endlich die Chance genügend Menschen zu einer Neuorientierung zu bewegen. Jedes Problem erzeugt Druck. Sobald wir es jedoch als Sog in eine korrigierende Richtung sehen, verändert es sich bereits.

Das große Ziel dabei bleibt, die innere Achse zu bewahren:
• Mental von Unsicherheit und Zweifel > hin zu Ruhe, Gelassenheit und Distanz
• Emotional von Aggression und Angst > zu Vertrauen, Mut und Humor
• Und aus einer lähmenden Passivität oder hektischem Aktionismus > zu einem rechten Handeln.

Zugegeben – es ist nicht einfach, sich im derzeitigen Medienrummel zurecht zu finden. Und im Zweifelsfall ist es besser, zu beobachten als einer falschen Information aufzusitzen. Daher sollte jede Handlung – vor allem jene, die nicht rückgängig zu machen ist – wohl überlegt sein. 

Nun kennen wir aus Erfahrung typische Streitgespräche, die alles andere als der Wahrheitsfindung dienen. Leider haben wir noch immer eine gewisse Sucht nach Rechthaben und Macht in uns. Es bleibt zu hoffen, dass dieses Muster auch immer rascher erkannt wird. 

„Klage nicht zu sehr über ein kleines Leid – Gott könnte es durch ein größeres heilen.“ (Heinrich Heine)

Krisen können uns nicht über den Kopf wachsen, wenn wir vorher über sie hinauswachsen! Und wir wachsen nur dann, wenn wir uns damit in einer reflektierten Art und Weise auseinandersetzen.

Das bisherige, einjährige Krisenstudium kann uns unglaublich viel lehren – vorausgesetzt, wir halten uns an unsere Vernunft. Und im Gegensatz zum Verstand, der alles analysiert, ist sie es, die alles in Relation zum Ganzen setzt. Und da unserer Welt derzeit die Logik abhanden gekommen zu sein scheint, mag das eine große Herausforderung sein.

Als vor ein paar hundert Jahren das Zeitalter der Wissenschaft begann, mussten sich die Menschen von ihrem religiösen Glauben lösen. Heute sind wir fähig, jeden Glaubenssatz logisch zu beweisen. Solange wir uns bewusst sind, dass wir immer den Ausgangspunkt unserer Beweiskette hinterfragen müssen, sind wir der Wahrheit auf der Spur. Wenn wir jedoch glauben, dass die Logik den Glaubenssatz untermauert, stehen wir bereits auf verlorenem Posten.

Sollten wir unsere Freiheit behalten wollen – muss jeder Einzelne seinen Weg in diesem Informationsdschungel suchen und finden – ohne einen Mitmenschen für den seinen zu verurteilen. Denn das führt uns weit zurück in Zeiten, als man Menschen für ihren Glauben oder ihre Lebensweise eliminierte. Zivilisationen gingen historisch immer an ihrer Dekadenz zugrunde. Sobald wir dachten, uns über die Natur zu erheben, kam eine unerwartete Wendung zur Zerstörung. 

Nun heißt es in der Lebensberatung, dass die Erkenntnis der eigenen Muster der erste Schritt zur Veränderung ist. Das bedeutete noch lange nicht, dass man es bereits umsetzen kann. Doch werden die Zeiträume zwischen Situation und Bewusstwerdung immer kürzer – bis wir es im Tun bereits bemerken und endlich anders handeln als zuvor. Im Kollektiv dauert es entsprechend länger – ist aber dennoch nicht unmöglich 😉

Die Deutschen sagen: Die Lage ist ernst, aber nicht hoffnungslos.
Die Österreicher sagen: „Die Lage ist hoffnungslos, aber nicht ernst.“ 
(frei nach Paul Watzlawick)

Der Preis der Freiheit ist also Selbstverantwortung. Somit ist mir alles recht – solange es jeder für sich selbst entscheiden darf. Wer mich kennt, weiß, dass die Freiheitskompetenz schon lange mein größtes Ziel ist – und auch die Königsdisziplin des Zukunftskompass® darstellt. 

Daher unterstütze ich auch eine Initiative, die diese individuelle Freiheit ausdrückt: „Ich bin so frei… jede Meinung gelten zu lassen. Menschen selbst entscheiden zu lassen und kritisch hinterfragen zu dürfen“ >> www.ichbinsofrei.info

Mit freiheitsliebenden Grüßen

Ihre
Cornelia Scala-Hausmann

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